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Irmgard Feuerpfeil, Konrad Botzenhart

Hygienisch-mikrobiologische Wasseruntersuchung in der Praxis

Nachweismethoden, Bewertungskriterien, Qualitätssicherung, Normen

Gebunden - Wiley-Vch - 1. Auflage - 2008

Dieses Fachbuch beinhaltet alle gängigen mikrobiologischen Nachweismethoden, die hier für den Praktiker zusammengestellt wurden.
Sie werden mit Hilfe von Flussdiagrammen und Referenzergebnissen leicht nachvollziehbar erklärt. Zu jedem Nachweis werden die gesetzlichen Anforderungen und Bewertungsmaßstäbe erläutert - sowohl auf nationaler, wie auf EU-Ebene. Damit ist das Werk eine sinnvolle Ergänzung der DEV - Loseblattsammlung. Unverzichtbar für alle, die Wasseruntersuchungen in Auftrag geben, durchführen oder bewerten wollen.

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Inhaltsverzeichnis:

  • Geleitwort
  • Autorenverzeichnis
  • 1. Allgemeines
  • 1.1 Zielsetzungen
  • 2. Methodische Grundlagen
  • 2.1 Reinigen und Sterilisieren der Labormaterialien
  • 2.2 Herstellung und Aufbewahrung von Nährböden
  • 2.3 Entsorgung
  • 2.4 Entnahme und Transport von Proben
  • 2.5 Mikrobiologisches Messen
  • 2.6 Vergleichbarkeit mikrobiologischer Messmethoden
  • 2.7 Nationale/internationale Normung
  • 3. Qualitätssicherung
  • 3.1 Laborakkreditierung
  • 3.2 Mikrobiologische Ringversuche zur externen Qualitätskontrolle im Rahmen der Trinkwasserverordnung 2001
  • 4. Bakteriologische Wasseruntersuchung
  • 4.1 Koloniezahl
  • 4.2 E. coli-coliforme Bakterien (einschließlich pathogener Varianten)
  • 4.3 Weitere Enterobakterien
  • 4.4 Enterokokken
  • 4.5 Clostridien
  • 4.6 Pseudomonas aeruginosa
  • 4.7 Aeromonas
  • 4.8 Campylobacter
  • 4.9 Legionellen
  • 4.10 Atypische Mykobakterien
  • 4.11 Nachweis von Vibrio cholerae, Vibrio vulnificus und anderen Vibrio-Arten
  • 5. Virologische und protozoologische Wasseruntersuchungen
  • 5.1 Bakteriophagen
  • 5.2 Enterale oder enteropathogene Viren
  • 5.3 Cryptosporidien und Giardien
  • 6. Molekularbiologische Methoden
  • 6.1 Molekularbiologische Verfahren mit praktischer Bedeutung
  • 6.2 Praktische Bedeutung
  • 7. Spezifische Kriterien
  • 7.1 Untersuchung des Einflusses von Werkstoffen auf die Vermehrung von Mikroorganismen im Trink- und Badewasserbereich in der Praxis und im Laborversuch
  • 7.2 Bakterienvermehrungspotential
  • 8. Bewertung
  • 8.1 Trinkwasser
  • 8.2 Enterale Viren, Coliphagen
  • 8.3 Cryptosporidium und Giardia
  • 8.4 Mikrobieller Bewuchs/Biofilme
  • 8.5 Qualitätssicherung
  • 8.6 Badewasser
  • 8.7 Mineral-, Quell- und Tafelwasser
  • 8.8 Rohwasse
  • 9. Anhang
  • Sachregister


Geleitwort

Trinkwasser muss frei sein von Krankheitserregern So streng diese grundsätzliche Forderung der Hygiene ist, so schwierig sie in letzter Konsequenz in der Praxis der Trinkwasserversorgung in voller Konsequenz umzusetzen ist, so profitiert die Praxis doch von der Tatsache, dass Krankheitserreger im Trinkwasser fast immer die Folge einer Kontamination mit tierischen oder menschlichen Abgängen sind. Im Vergleich zur chemischen Analyse hat die Mikrobiologie den unschätzbaren Vorteil, über einen Indikator zu verfügen, um nicht auf alle erdenklichen Krankheitserreger prüfen zu müssen: E. coli. Eine Differenzierung war von untergeordnetem Interesse, solange enteropathogene E. coli (z. B. EHEC) keine besondere Aufmerksamkeit erforderten. Für den Praktiker wäre es natürlich erfreulich, wenn es dabei bliebe. Dieser Standpunkt wurde viele Jahrzehnte in der Praxis vertreten und so konnten sich Fachbücher wie das von Karl Höll auf einige wenige Bestimmungsmethoden beschränken, einschließlich der Koloniezahl auf Nährböden bei verschiedenen Temperaturen und dem Nachweis der so genannten Coliformen, was immer darunter zu verstehen sein mag. Nun haben sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse weiterentwickelt und neben den Indikatoren haben eine große Zahl von Pathogenen zunächst ein wissenschaftliches und darüber hinaus auch ein praktisches Interesse gefunden. Oder umgekehrt: so lange keine praktikablen Nachweismethoden vorlagen, mussten mit überdehnten Vermutungen, um nicht zu sagen Spekulationen, Schlussfolgerungen aus den Befunden von Indikatororganismen hilfsweise abgeleitet werden. Die Weiterentwicklung von mikrobiologischen Nachweismethoden ist also nicht nur wissenschaftlichem Interesse sondern auch praktischer Notwendigkeit geschuldet. Die Methodik hat inzwischen einen solchen Umfang erreicht, dass sie schon seit einiger Zeit nicht mehr in Wasserlehrbüchern abgehandelt werden kann, sondern eine eigenständige Sammlung erfordert. Diesem Ziel dient das vorliegende Buch. Es ist die Fortentwicklung einer ersten umfassenden Methodensammlung für das Wasserfach des vormaligen Instituts für Hygiene und Mikrobiologie in Bad Elster, der jetzigen Dienststelle des Umweltbundesamtes und Teil seiner Trinkwasserabteilung.

Auf eine Besonderheit sei noch hingewiesen: Grundsätzlich ist neben dem tatsächlichen Nachweis von Krankheitserregern auch und besonders die Indikation der Reinheit, also der Abwesenheit von Indikatororganismen, das Ziel der mikrobiologischen Untersuchung zur seuchenhygienischen Bewertung der Wasserqualität. Unter diesem Aspekt kommt es nicht so sehr auf wissenschaftliche Genauigkeit bei der Erfassung einer Gruppe von Bakterien an, als auf die Zuverlässigkeit und Einfachheit der Bestimmung. Gemeint sind die Coliformen. Hierüber besteht eine wissenschaftliche Meinungsvielfalt, der die Praxis etwas verständnislos gegenübersteht. Einen Ausweg aus einer solchen Vielfalt, die durchaus ihre Berechtigung haben kann und die im vorliegenden Buch reflektiert wird, kann nur ein normativer Konsens bieten, der entweder in internationalen Standards oder in besonderen Fällen als Legaldefinition in einer Rechtsnorm, also in der Trinkwasserverordnung, eingebracht wird. Die Entwicklung unterschiedlicher kommerzieller Methoden für den mikrobiologischen Nachweis wird zwar die Vergleichbarkeit der Ergebnisse erschweren. Das ist aber für die Eigenkontrolle des Trinkwassers hinnehmbar, wenn dafür die immer noch viel zu lange Zeit zwischen dem Ansatz der mikrobiologischen Probe und dem Vorliegen eines Ergebnisses abgekürzt werden kann, wenn keine falsch negativen Ergebnisse erzielt werden und wenn im Zweifel eine Legaldefinition dessen, was als maßgeblicher Befund zu werten ist, herangezogen werden kann. Hygiene des Trinkwassers ist ein weltweites Problem und die mikrobiologische Überwachung überall erforderlich. Eine entsprechend weite Verbreitung wird dem vorliegenden Buch gewünscht.

Berlin, November 2007

Prof. Dr. Andreas Grohmann


Rezension:

"Unserer Meinung nach handelt es sich hier um ein Standardwerk, das in keiner der angesprochenen Institutionen fehlen sollte." -- Berufsverband der Hygieneinspektoren BW e.V. - Newsletter Juni 2008

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